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Brain Gym ® ist eine sehr effektive Methode um Lernblockaden aufzulösen und um ihre Lern-, Konzentrations- und Gehirnleistungen zu aktivieren und zu verbessern. Es handelt sich hierbei um eine Gymnastik für das Gehirn und zwar geht es nicht um Denksportaufgaben sondern tatsächlich um körperliche Bewegung.
Diese einfachen Bewegungsübungen können als tägliches Fitnessprogramm fürs Gehirn genutzt werden. In bestimmten Situationen können einzelne Übungen auch gezielt nach Bedarf eingesetzt werden (z.B. die „Denkmütze“ für gutes Hören oder die „liegende Acht“ für sehen, lesen und schreiben).
Lernen findet nicht nur im Kopf statt. Unser ganzer Organismus ist daran beteiligt. Die Bewegung spielt dabei eine ganz wesentliche Rolle. Ohne Bewegung bleibt das Lernen unvollständig und uneffektiv. Wir müssen uns immer bewegen, um etwas geistig verarbeiten zu können. Das Lesen ist nur möglich, wenn sich die Augen ständig minimal bewegen, beim Hören bewegen wir automatisch den Kopf in Richtung des Ton-Ursprungs und beim Schreiben, bewegen wir unseren Arm und die Hände. Bewegungen sind also immer Teil des Programms, wenn Menschen lernen oder Informationen verarbeiten.
Zusammen mit den spezifischen Bewegungs-Übungen arbeite ich mit dem kinesiologischen Muskeltest, der durch das körpereigene Feedback erkennen lässt, welche Übung Sie bei einer bestimmten Anforderung in einer bestimmten Situation brauchen.
Voraussetzung für ein ganzheitliches Lernen ist ein Gleichgewicht zwischen linker und rechter Gehirnhälfte. Jede Gehirnseite nimmt die Realität anders wahr.
Das rechte Gehirn vermittelt uns das Ganze und ist auch zuständig für unsere Emotionen, Intuition und Erinnerungen. Es empfängt Informationen über die Sinnesorgane, ist jedoch unfähig diese auszudrücken oder kreativ zu nutzen.
Die linke Gehirnhälfte hingegen ist zuständig für Logik und Sprache und ist hauptsächlich analytisch. Sie versucht Schritt für Schritt die Dinge aufzunehmen. Ohne die Sinneseindrücke der rechten Hälfte ist die linke Hirnhälfte jedoch nicht in der Lage sich an das Gelernte zu erinnern und muss immer wieder von vorne beginnen.
Arbeiten beide Hälften gleichzeitig zusammen, wird das Gelernte rechts gespeichert und über die linke Hälfte verinnerlicht und somit automatisiert. Der Lernprozess ist abgeschlossen und kann neu beginnen.
Grundsätzlich sind unsere beiden Gehirnhälften durch Nervenfasern miteinander verbunden. Eine Seite kann somit durchaus die Aufgaben der anderen Seite übernehmen und auch evtl. die eigenen Fähigkeiten einsetzen.
Für das Erlernen von etwas Neuem ist es jedoch optimal wenn beide Gehirnhälften eingeschaltet sind, damit eine intensive Kommunikation über die Mittellinie stattfinden kann. Die Mittellinie fungiert hier als eine Art Brücke.
Müssen sich die Hirnhälften abwechseln wird die Mittellinie zu einer Barriere und ist blockiert. Der Mensch denkt einseitig, die zweite Hirnhälfte wird abgeschaltet. Dies führt zu Koordinationsproblemen und somit zu Unfähigkeiten.
Wenn ein Kind zum Beispiel beim Lesen sein Auge (rechte Hirnhälfte) abschaltet, kann es die Wörter in Buchstaben zerlegen, jedoch nicht als ganze Wörter erkennen und auch nicht im visuellen Gedächtnis abspeichern.
Schaltet das Kind in der Schule sein dem analytischen Teil des Gehirns zugehöriges Ohr ab, kann es passieren, dass es Geräusche von draußen oder die Stimme des Lehrers im Vordergrund wahrnimmt, jedoch die Bedeutung der Wörter nicht versteht. Solche Blockaden führen häufig zu Tagträumen, innerer Unruhe oder Hyperaktivität.
Dies zeigt, dass beide Gehirnhälften zusammenarbeiten müssen, damit das Lernen Spaß macht und mühelos ist.
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